Was gibt´s Neues?

Was gibt´s Neues?

Welche einzelnen Schritte sind erforderlich, um letztlich das große Projektziel zu erreichen? Welchen Beitrag leisten MitarbeiterInnen in den beteiligten Forschungseinrichtungen, um eine Vision Gestalt annehmen zu lassen und handfeste Lösungen für bestehende Herausforderungen zu finden? In loser Reihenfolge geben Projektbeteiligte Einblick in den Wissenschaftsbetrieb, um den Projektfortschritt greifbar zu machen.

Folge 1: Update August

Folge 2: Update September

 

Magnus Rienäcker, Projektleiter am ttz Bremerhaven

FOLGE 3: Update Oktober – Projekteinblick Wasserstoffbackofen

Magnus Rienäcker, Projektleiter am ttz Bremerhaven (links im Bild) und Florian Stukenborg, Fachgebietsleiter Lebensmitteltechnologie (Foto: Sara Hritz für das ttz Bremerhaven)

Woran arbeitet ihr gerade?

Wir arbeiten momentan an der Entwicklung und Konstruktion eines Wasserstoffbackofens. Hierfür ermitteln wir unter anderem die benötigte Heizleistung, legen die Wärmeübertragung aus und definieren die Maße, sodass es möglich sein wird unterschiedliche Backwaren wie z.B. Brötchen und Brote zu backen.

Was ist dabei besonders knifflig bzw. innovativ?

Eine Besonderheit des Backofens ist die Integration eines speziellen Brenners, welcher Wasserstoff in die benötigte Wärmeenergie umwandeln kann. Anders als bei klassischen Backöfen die z.B. mit Erdgas betriebenen werden nutzen wir eine spezielle Brennertechnologie mit der Wasserstoff und Luftsauerstoff zu einem überhitzten Dampf reagiert. Eine besondere Herausforderung ist es hierbei den Wassersdampf zur Ofenbeheizung optimal zu nutzen.

Während des Backprozesses ist es notwendig unterschiedliche Luftfeuchtigkeiten zu schaffen. Zu Beginn des Backvorgangs muss ein ausreichend heißes und feuchtes Klima vorherrschen, um einerseits viel Wärmeenergie für den so genannten Ofentrieb bereit zu stellen und andererseits die Kruste weich und elastisch zu halten, da andernfalls die Gebäcke durch den Ofentrieb unkontrolliert aufreißen würden. Im weiteren Verlauf des Backvorgangs wird üblicherweise die Ofenfeuchte reduziert, damit man eine knusprige Kruste erhält. Hier arbeiten wir an einem Konzept, um die Wärmeenergie und die Feuchtigkeit aus dem Wasserdampf optimal in der Backkammer zu steuern.

Darüber hinaus beschäftigen wir uns mit der Umsetzung eines Sicherheitskonzeptes, um die höchstmögliche Sicherheit während des Betriebes des Wasserstoffbackofens zu garantieren. Hierbei finden spezielle Technologien Anwendung, um sicherzustellen, dass keine brennbare und explosionsartige Atmosphäre erzeugt wird.

Wie trägt dein Beitrag zum Erfolg des Gesamtprojektes bei?

Die erfolgreiche Entwicklung und Inbetriebnahme eines Wasserstoffbackofens zeigt das direkte Anwendungspotential der Wasserstofftechnologie exemplarisch für den Lebensmittelbereich. Die Ergebnisse tragen dazu bei eine innovative, ressourcenschonende und zukunftsorientierte Backtechnologie zur Anwendung zu bringen. Darüber hinaus besteht bei erfolgreicher Umsetzung das Potential auch für weitere lebensmittelverarbeitende Prozesse, bei denen Wärme benötigt wird, anzuwenden.

Vielen Dank für das Gespräch!

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